Tanz – auf der Bühne, imKlassenzimmer und mit partizipativen Formaten
Vom 5. bis 29. März 2026 bringt das Migros-Kulturprozent Tanzfestival Steps zeitgenössischenTanz in 33 Städte und Gemeinden der Schweiz. In seiner 20. Ausgabe präsentiert das Festival74 Vorstellungen von 12 internationalen und nationalen Compagnien. Ergänzt wird dasBühnenprogramm durch ein umfassendes und vielfältiges Rahmen- und Vermittlungsangebot,das Tanz über das Bühnenerlebnis erfahrbar macht – für Schulklassen, für ein neugierigesPublikum und für Tanzschaffende. Ebenfalls bei Steps 2026 zu sehen sind die – erstmals ineinem Doppelabend präsentierten – Choreografien, die im Rahmen des Förderprogramms NEXTSTEPS entstanden sind.
Choreografien von Forsythe, van Manen, Foniadakis und Valente am 17. Januar 2026
Here is a first glimpse of the rehearsals Max Richter & Erik Kim (c) Carlos Quezada (Facebook Ballett Zürich)
Ein Abend, vier Werke. Mit «Timeframed» zeigt das Ballett Zürich die furiose Bandbreite zeitgenössischer Tanzkunst. «Es geht um die Bewegung in ihrer reinsten Form – es geht darum, alles wegzulassen, um sich auf das Wesentliche des Balletts zu konzentrieren», sagt Cathy Marston, die Direktorin des Ballett Zürich.
Auf dem Programm stehen zwei unvergessliche Tanzstücke von William Forsythe und Hans van Manen, die «grands messieurs» des modernen Balletts. Sowie zwei Uraufführungen des international gefeierten Choreografen Andonis Foniadakis und des preisgekrönten Nachwuchschoreografen Lucas Valente.
Here is a first glimpse of the rehearsals Live“ by Hans van Manen (1932 – 2025) Lim & Erik Kim (c) Carlos Quezada (Facebook Ballett Zürich)
William Forsythe gehört nach wie vor zu den kreativsten Köpfen des zeitgenössischen Balletts. Bereits in den 1970er-Jahren revolutionierte er den klassischen Tanz, indem er dessen traditionelle Formensprache sprengte. «New Suite» vereint acht Duette aus unterschiedlichen Schaffensperioden des Choreografen – eine fulminante Werkschau «en miniature».
Die Bühne, zwei Tänzerinnen, ein Kameramann. Mit «Live» schrieb Hans van Manen vor 46 Jahren Tanzgeschichte. Bis heute hat dieses visionäre und geradezu intime Videoballett nichts an Faszination eingebüßt. Das Stück sprengt die Grenzen des Bühnenraums und erweist sich als meisterhaftes Spiel über die Mechanismen der Wahrnehmung.
Bildgewaltig, explosiv und erfindungsreich. So lassen sich die Kreationen von Andonis Foniadakis umschreiben. Der griechische Choreograf gilt momentan als eine der dynamischsten Stimmen der europäischen Tanzszene. «Orbit» ist die erste Zusammenarbeit zwischen Foniadakis und dem Ballett Zürich.
Mit «Bare» kehrt Lucas Valente an seine alte Wirkungsstätte zurück. In der vergangenen Saison hatte sich der Brasilianer nach acht Jahren als Tänzer vom Ballett Zürich verabschiedet. Mittlerweile hat er erfolgreich den Weg zu einer choreografischen Karriere eingeschlagen. Nach seinem Debüt beim Junior Ballett kreiert Lucas Valente nun zum ersten Mal ein Stück für die Hauptcompagnie. (Quelle Pressemitteilung Ballett Zürich)
Here is a little preview of “Bare” by Lucas Valente Dancers: Kano & Iacopo Arregui / Lucas Valente / Dancers of Ballet Zürich (c) Carlos Quezada (Facebook Ballett Zürich)
Wiederaufnahme BILLY ELLIOT am 24.10.2025 in der MAAG Halle
Ich war beeindruckt, wie viel Herzblut, Energie und echtes Talent in dieser Schweizer Produktion von „Billy Elliot – The Musical“ steckt. Während in New York rund 3’000 Jungen zum Casting kamen, waren es in der Schweiz zunächst nur zehn – und genau daraus entstand eine wunderbare Herausforderung: junge Schweizer Talente zu finden, zu fördern und auf die große Bühne zu bringen.
Zwei kontrastreiche Werke, Premiere am 12. Oktober 2025
Vestige bildet den ersten Teil des Doppelabends und ist eine choreografische Uraufführung. Dani Rowe, ehemalige Principal Dancer und mehrfach ausgezeichnete Choreografin, verwandelt in Vestige Erinnerung in Bewegung – ein emotionales Stück über das, was vergeht, und das, was bleibt.
Premiere von »Oiseaux Rebelles« und »Carmen« 12. Oktober 2025, Opernhaus Zürich
Zwei Choreografien, zwei völlig unterschiedliche Handschriften – und beide kreisen um Freiheit, Leidenschaft und Aufbegehren. „Bilder einer Ausstellung“ hat mich schon in meiner Schulzeit tief beeindruckt, und ich bin neugierig, wie Dani Rowe diese Musik von Mussorgsky in Bewegung verwandelt. Im Kontrast dazu Mats Eks Carmen – rebellisch, sinnlich und zutiefst menschlich – verspricht ein spannendes Wechselspiel der Emotionen.
Mélanie Borel, a beloved dancer of Ballett Zürich and one of my personal favorites, is retiring after 17 remarkable years with the company. I’ve always noticed Mélanie on stage. She had a quiet strength, a natural elegance, and a way of shining on stage without ever pushing for attention. Whether in a lead or blending into the ensemble, she brought such clarity, musicality, and grace to everything she danced.
Drei unvergessliche Ballettabende mit dem Staatsballett Berlin
Was für ein großartiges Programm für meinen Berlinbesuch: Edward Clugs poetischer „Ein Sommernachtstraum“, die eindrucksvoll zeitgenössische Choreografie „2 Chapters Love“ von Sharon Eyal und Sol León – und als Höhepunkt die glamouröse Ballett-Gala am 31. Mai 2025.
Das Staatsballett Berlin vereint auf eindrucksvolle Weise Tradition und Innovation und beweist, wie kraftvoll und lebendig Ballett heute sein kann. Ein Erlebnis für alle, die Ballett und Tanz lieben.
Das Musical «Billy Elliot» gewinnt den Prix Walo. Die 100-köpfige Fachjury wählte die erste deutschsprachige Inszenierung des Musical-Hits zur Gewinnerin der Kategorie «Beste Bühnenproduktion». Die 49. Verleihung des renommierten Schweizer Kulturpreises fand am Samstagabend in Zürich statt und wurde vom Schweizer Fernsehen übertragen. In der Dankesrede konnten die Produzenten auch gleich einen weiteren Meilenstein verkünden: 100’000 Tickets sind für die Produktion, die zur Zeit in der MAAG Halle in Zürich aufgeführt wird, verkauft. Das Erfolgsmusical ist nur noch bis zum 15. Juni 2025 zu sehen.
Prix Walo 2025 und 100’000 verkaufte Tickets
Auch die 49. Verleihung des renommierten Schweizer Kulturpreises wurde dieses Jahr auf SRF 1 ausgestrahlt und kürte am vergangenen Samstagabend Kulturproduktionen und -schaffende in der ganzen Schweiz. Wer Rang und Namen im Showbusiness hat, war bei der Verleihung anwesend. Mit dabei die Macherinnen und Macher des Musicals «Billy Elliot», das sich die Trophäe in der Kategorie «Beste Bühnenproduktion» sichern konnte.
In seiner Dankesrede konnte der Produzent Darko Soolfrank auch gleich einen neuen Rekord verkünden. Für das Musical in Zürich sind bereits 100’000 Tickets verkauft.
Erste deutschsprachige Inszenierung Hinter der ersten deutschsprachigen Inszenierung stehen MAAG Moments und ein internationales Kreativteam. Die aufwendige Inszenierung wurde von den Produzenten Darko Soolfrank und Guido Schilling mit ihrer Firma MAAG Moments in Zusammenarbeit mit einem erstklassigen internationalen Kreativteam realisiert. Dazu gehören der renommierte West-End-Regisseur Mitch Sebastian, der preisgekrönte britische Bühnen- und Kostümbildner Francis O’Connor sowie die ehemalige Schweizer Primaballerina Sarah-Jane Brodbeck, die die Originalchoreografien von Peter Darling für die deutschsprachige Inszenierung adaptiert hat. Die Songtexte stammen aus der Feder von Roman Riklin, die Dialoge von Eric Hättenschwiler.
Ein Muss für Musicalfans Mit seiner inspirierenden Geschichte, emotionaler Tiefe und beeindruckenden Tanzszenen hat sich «Billy Elliot – Das Musical» einen festen Platz unter den erfolgreichsten Musicalproduktionen gesichert. Mehr als 12 Millionen Menschen weltweit haben die Geschichte von Billy Elliot bereits gesehen. Mit der Verlängerung bis zum 15. Juni gibt es für das Schweizer Publikum nun eine weitere Gelegenheit, das Musical live in Zürich zu erleben.
Uraufführungen am Opernhaus Zürich am 10. Mai 2025
Der dreiteilige Ballettabend COUNTERTIME erkundet die Welt der 1950er- und 1960er-Jahre, als Generationen aufeinanderprallten und starre gesellschaftliche Strukturen aufzubrechen beginnen.
Zum ersten Mal tanzt das Ballett Zürich ein Werk von Sir Kenneth MacMillan. In seinem 1966 entstandenen Ballett Concerto zur Musik von Dmitri Schostakowitsch’s zweitem Klavierkonzert aus dem Jahr 1959 arbeitete er mit der abstrakten Sprache des klassischen Balletts, um ein Werk von mitreissender Dynamik und lyrischer Poesie zu schaffen.
Anlässlich des 150. Todestages von Hans Christian Andersen präsentierte das Ballett Zürich am 18. Januar 2025 eine besondere Uraufführung, choreografiert von Kim Brandstrup.