Du chic à la Française! Der französische Ballettstil

Was bedeutet Ballett nach der französischer Schule?

Diese Frage stellte ich Mélanie Borel, einer Balletttänzerin des Balletts Zürich, die in Frankreich ihre Ausbildung zur Profitänzerin absolvierte.

Es handelt sich um eine Methode, wie das Balletttraining absolviert wird. Grundsätzlich sind die Schritte, Drehungen und Sprünge in allen Schulen gleich. Es ist ein Stil, ein Akzent. Vergleichbar mit unserer Sprache ist auch das Ballettvokabular: Wörter und Grammatik sind gleich, nur die Aussprache setzt verschiedene Akzente. Continue reading “Du chic à la Française! Der französische Ballettstil”

Spucks Nussknacker, der tief berührt und doch amüsiert!

Warum Ballettliebhaber den neuen Nussknacker sehen sollten?

Ein brilliant erzähltes Handlungsballett virtuos getanzt!  
Christian Spuck beweist wieder einmal, dass er ein exzellenter Geschichtenerzähler ist. Sein besonderer Clou: Die Vorgeschichte der Originalversion von E.T.A. Hoffmann wird in den Ballettklassiker integriert. Aus der gewohnten einfältigen, wenn auch geliebten Nummernrevue wird ein Thriller, der einen von der ersten bis zur letzten Sekunde fesselt. Mit tollem Tanz – ohne jeden Kitsch und Ballast – präsentieren Christian Spuck und sein Team eine grotesk düstere Handlung.

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Knackt das Ballett Zürich den Nussknacker?

Interview mit Christian Spuck über das neue Ballett NUSSKNACKER UND MAUSEKÖNIG am Opernhaus Zürich

Der NUSSKNACKER ist DAS weltberühmteste Weihnachtsballett. Warum braucht es eine Neuinszenierung?

Meine Neuinszenierung basiert auf der Original-Nouvelle von E.T.A. Hoffmann. Mich faszinierte die Idee, die Geschichte der Prinzessin Pirlipat wieder in das Ballett zu integrieren. Da lassen sich dann all die schrägen Theaterregister mit viel Ironie und Humor ziehen.

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Love or Desire?

“Anna Karenina” as a Ballet by 5 Famous Choreographers

Most people have heard of the movie “Anna Karenina”, starring Keira Knightley as the lead role, directed by Joe Wright and adapted by Tom Stoppard. Based on a novel by Leo Tolstoy, “Anne Karenina” is very popular in the ballet world right now. I have the feeling that every year brings a new interpretation of Tolstoy’s touching drama, all of which are different but all worth watching. Enjoy the trailers!
Please tell me which one you liked the most!

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Beseelte Körper und eine Intrigantin

Corpus – gleich 2 Uraufführungen am Opernhaus Zürich

Ballettdirektor Christian Spuck ermunterte Filipe Portugal und Douglas Lee, zwei zeitgenössische 40-minütige Ballette zur Musik des Orchestra La Scintilla zu choreografieren.  Die beiden Künstler liessen sich durch das Thema Barock inspirieren. Geschickt transformierten sie barocke Elemente ins 21. Jahrhundert.

Ein ganz grosses Kompliment an das Ballett Zürich, das durch seine Virtuosität gewaltig beeindruckte. Doch Tanz lebt nicht nur von der Bewegung. Er braucht auch Seele, so dass ein Spiel von Körpern, Gefühl und Leidenschaft entsteht, das das Publikum berührt. All dies konnte die Ballettcompagnie des Opernhauses wieder einmal szenisch wunderbar präsentieren.

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TOP 10 Best Primaballerinas

Who is my favorite ballerina? Definitely Polina Semionova

My friends often ask me about my favourite ballerina. As I have been a ballet lover for decades, it is quite difficult to answer this question, given the amount of ballerinas I have seen perform. All dancers have different strengths and weaknesses; Rudolf Nurejew, for example, while a presence onstage and reknowned as the best dancer of the 20th century, would not be considered extremely talented by todays standards. I will also not be mentioning excellent prima ballerinas who have passed their prime, such as Sylvie Gulliem and Darcy Bursell.

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Das Ballett „Woyzek“ am Opernhaus Zürich – ein Plädoyer für die Kunst der Bewegung

Peter E. Rytz Review

Woyzek und Ballett, wie geht das zusammen? Sperrig, verzweifelt, schlaff nach vorn fallende Schultern, mit jedem Schritt seiner eigenen Trostlosigkeit und schliesslich dem finalen Schritt zum Mord näherkommend, so läuft Georg Büchners Woyzek seit Jahrzehnten über die Theaterbühnen.

Als Tänzer in einem Ballett, eine irgendwie abwegige bis schwierige Vorstellung. Aber gerade solche Nicht-Ballett-kompatible Figuren reizen ganz offensichtlich den Direktor des Balletts Zürich Christian Spuck. Für ihn nach eigener Aussage eine verlockende Herausforderung. Obwohl schon 2011 mit dem Nasjona Balletten, Den Norske Opera & Ballett, Oslo uraufgeführt, hat er die Choreografie in einigen Details neu strukturiert und eine durchaus eigenständige Zürcher Fassung erarbeitet.

Jede Theaterinszenierung von Büchners Dramen-Fragment ist eine kreative, rekonstruierende Herausforderung. Weniges ist von Büchner schlüssig zu Ende formuliert. Er hat ein Text-Konvolut als einen literarischen Steinbruch hinterlassen. Nichts weniger als dieses Textmaterial zum Tanzen zu bringen, aus Büchners Sätzen starke Konkretionen zu extrahieren und narrative Bilder zu…

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