Erste Premiere 2024 Timekeepers

Ballettabend der goldenen 20er Jahre in Zürich

Am 20.1.2024 startet das Ballett Zürich mit dem dreiteiligen Ballettabend das neue Jahr. Wie immer vor einer grossen Premiere gibt es nur wenig Details und keine Fotos. Aber am Sonntag 14.1. um 11.15 spricht Dramaturg Michael Küster mit der australischen Choreografin Meryl Tankard und dem jungen südafrikanischen Choreografen Mthuthuzeli November in der Einführungsmatinee im Bernhard Theater. Auch dabei sind der Nijinska-Spezialist Christopher Saunders und Ballettdirektorin Cathy Marston.

Probentrailer LES NOCES – Ballett Zürich

Pressetext

 Die 1920er Jahre sind als Zeit einer kulturellen und technologischen Aufbruchsstimmung in Erinnerung geblieben und die musikalischen Werke dieses Abends stehen unverkennbar für jene Zeit. Alle drei stellen das Klavier in den Mittelpunkt und wurden vor einhundert Jahren komponiert. Bis heute aber begeistern sie durch ihre Energie und Innovation. 

Die Uraufführung von Les Noces fand 1923 mit den Ballets Russes in Paris statt. Mit der Musik von Igor Strawinsky und der Choreographie von Bronislawa Nijinska beschreibt dieses Meisterwerk für fast 50 Tänzer:innen, gemischten Chor, vier Klaviere und Schlagzeugensemble eine traditionelle russische Bauernhochzeit. Mit Nijinskas legendärer Choreografie erweckt das Ballett Zürich ein Schlüsselwerk des Tanzes im 20. Jahrhundert zu neuem Leben und rückt eine visionäre Choreografin wieder ins Rampenlicht, die im Gegensatz zu ihrem Bruder Vaclav Nijinsky oft übersehen wurde. 

Zum Premierenpublikum von Les Noces gehörte auch der junge amerikanische Musiker George Antheil. Sein bekanntestes Werk ist das rhythmisch vorantreibende Ballet Mécanique, das ursprünglich als Musik für einen dadaistischen Kunstfilm von Ferdinand Léger gedacht war. Die renommierte australische Choreografin Meryl Tankard, die als junge Ballerina des Australian Ballet später eine Muse von Pina Bausch werden sollte, kreiert ihr erstes Werk für das Ballett Zürich. Das Stück wird in einer speziellen Version für ein Klavier und acht Lautsprecher aufgeführt. Visuelle Projektionen von Tankards regelmäßigem künstlerischen Partner Regis Lansac fügen diesem Fest der Sinne eine weitere Ebene hinzu. 

Die 1924 uraufgeführte Rhapsody in Blue ist George Gershwins Versuch, der amerikanischen Identität einen musikalischen Ausdruck zu geben. Ein Jahrhundert später kreiert der junge Choreograf Mthuthuzeli November, Shootingstar aus Südafrika, Gershwins Klassiker in einer Version für zwei Klaviere. Durch die stilistische Verschmelzung von Spitzentanz und zeitgenössischer Bewegung mit Anklängen an den Tanz seines Heimatlandes ist Novembers Choreografie von mitreissender Energie. (Pressemitteilung Ballett Zürich)

Mehr Informationen

https://www.opernhaus.ch/spielplan/kalendarium/timekeepers

Podcast mit Ballettdirektorin Cathy Marston https://www.opernhaus.ch/backstage/zwischenspiel-ein-podcast-aus-dem-opernhaus-zuerich/folge-61/

Avatar von Unbekannt

Autor: ballettlovers

I danced ballet as child, albeit with little success. Despite this, my passion for ballet and dance has carried into adulthood. I still love to watch ballet performances and would love to share my passion with you.

Hinterlasse einen Kommentar