Warm-up Booties

Lieblingsstücke

VON JUDITH HUNGER – Gastbeitrag, erschienen im ZETT, DAS MAGAZIN DER ZÜRCHER HOCHSCHULE DER KÜNSTE 2017


Wisch-schlurf, wisch-schlurf, wisch-schlurf – so etwa tönt es in den Gängen des Toni-Areals, wenn einem die Tänzerinnen und Tänzer entgegenkommen. Der Anblick irritiert – gazellenartige Beine, die Füsse in Schlafsäcken. Diese Schlafsäcke heissen Warm-up Booties. Es gibt sie in allen möglichen Varianten. Waschen bitte im Schongang – also bei maximal 30 Grad. Die Sohlen sind verstärkt und gepolstert. Sie halten dem rauen Boden normalerweise rund fünf Monate stand. Das hänge vom Laufstil ab – je mehr Schlurf, desto schneller die Abnutzung –, erzählen mir Tänzerinnen des Hauptstudiums an der Tanz Akademie Zürich. Der Boden sei eben sehr kalt, und überhaupt würden sie die Booties immer tragen. Ob Sommer oder Winter, im Studio nach dem Training, in der Mensa oder der Teeküche. Es komme einer Katastrophe gleich, wenn die Booties zu Hause vergessen würden, meinte eine Kollegin. «Die Füsse werden nicht richtig warm, bleiben auch während des Trainings eher steif und schmerzen.» Booties-Verbot gibt nur auf der Bühne und während des Trainings. Waschen würden sie sie nach Bedarf – das sei individuell und die Jungs sollten es öfter tun, erzählen sie mir lachend.

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Schlafsäcke für die Füsse: Die Warm-up Booties sind für Balletttänzerinnen und -tänzer ein unentbehrliches Arbeitsinstrument. Foto: Betty Fleck © ZHdK

Nach dem Besuch in einer Mädchenklasse ist klar: Tänzerfüsse brauchen viel Aufmerksamkeit und Fürsorge. Ein Zuschauer drückte es nach einer Vorstellung so aus: «Als Arzt und Neurologe kann ich nur staunen, wenn ich sehe, was die Balletttänzerin mit ihren Füssen macht. Es gibt wohl keine andere ‹Sportart›, die die Funktion eines Körperteils derart massiv verändert, im wahrsten Sinn des Wortes ‹auf die Spitze treibt›. Und wenn ich das richtig verstehe, ist der Fuss zudem noch künstlerisches Ausdrucksmittel. Unglaublich, wie das Gewicht des Körpers auf einer minimalen Fläche balanciert wird, man könnte es kühn einen neuen Evolutionsschritt nennen. Spinne ich diesen Gedanken weiter, wäre die logische Entwicklung wohl das Abheben vom Boden.»

Dieser Beitrag erschien am 9. Juni 2017 im Zett.

Zett ist das Magazin der Zürcher Hochschule der Künste und erscheint als Printausgabe und online auf www.zett.zhdk.ch.

Insights: How do Ballet Dancers start the Day?

The Daily ritual of A morning class

Ballet Zurich shows us at the opening party „everybody dances“ last weekend how all ballet dancers start with exercises in the morning. That is their workout every single day – 6 days a week -to warm up to get ready for a day of rehearsals.

Public Morning training of Ballet Zurich on 21st September 2019

The morning class starts at 10 am and takes 75 minutes. It has 2 parts:
1.Warm up at the barre, exercise and stretch, doing plies, tendus, etc strengthening all parts of the body, getting the flexibility and coordination.

  1. This is a full workout with balancing, turns and jumps.
    Great performance demands stamina, strength, flexibility and coordination – and that only comes with incredibly long hours in the studio – day in day out.

This session is led by ballet master Jean-François Boisnon, the live piano accompaniment is by Christophe Barwinek. Dramarurge Michael Küster and Ballet Master Daniel Otevrel are talking about what is going on.

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A Ballerina’s Daily Life

A Ballet Dancer’s Schedule

What is Ballet like? When Ballet Lovers think of Ballet, they envision a beautiful ballerina with a white tutu dancing effortlessly in her pointe shoes. BUT this is only a small part of a ballerina’s life. The work they do behind the scenes to perform so effortlessly on stage is tremendous.

So how does a typical day play out? 

Most dancers arrive at the dance studio at 9.30am to start a full day of dance and movement. Great performance demands stamina, strength, flexibility and coordination – and that only comes with incredibly long hours in the studio – day in day out. 

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