Zeitgenössischer Tanz fürs grosse Publikum

12 Compagnien auf 36 Bühnen in 31 Schweizer Städten

30jähriges Jubiläum des Schweizer Tanzfestival Steps vom 12. April bis 5. Mai 

Wenn Tänzer 3.5 Tonnen Lehm vertanzen und asiatische Begrüssungsrituale zelebriert werden, dann ist Steps Zeit. Das berühmte Tanzfestival des Migros-Kulturprozent präsentiert ein einzigartiges Programm. International gefragte Companien touren durch die ganze Schweiz von Altdorf bis Vevey.

Ein absolutes Muss für alle Tanzbgeisterte!

 

Diese Compagnien sind dabei:

  • Cie Greffe/Cindy Van Acker, Schweiz
    Speechless Voices*, Choreografie: Cindy Van Acker
  • Compagnie Wang Ramirez, Frankreich/Deutschland EVERYNESS*, Choreografie: Honji Wang, Sebastien Ramirez
  • Faso Danse Theatre, Burkina Faso/Mali
    Simply The Best West Africa*, Choreografie: Fatoumata Bagayogo, Adonis Nebié, Florent Nikiema
  • Gauthier Dance/Dance Company Theaterhaus Stuttgart, Deutschland
    Stream, Choreografie: Mauro Bigonzetti, Andonis Foniadakis, Itzik Galili, Eric Gauthier, Po-Tcheng Tsai, Nadav Zelner
  • GöteborgsOperans Danskompani/Eastman, Schweden/Belgien Noetic, Icon*, Choreografie: Sidi Larbi Cherkaoui (Beitragsfoto)

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Foto: Icon © Mats Baecker

  • Jeon Misook Dance Company, Südkorea Bow, Choreografie: Jeon Misook

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Foto: Bow © Gunu Kim

  • Kidd Pivot, Kanada
    Betroffenheit, Choreografie: Crystal Pite
  • L-E-V/Sharon Eyal & Gai Behar, Israel Love Chapter 2*, Choreografie: Sharon Eyal
  • Maqamat Dance Theatre, Libanon
    Beytna, Choreografie: Koen Augustijnen, Moonsuk Choi, Omar Rajeh, Anani Dodji Sanouvi, Hiroaki Umeda
  • Nederlands Dans Theater 2, Niederlande
    I New Then, Choreografie: Edward Clug, Johan Inger, Sol Leon & Paul Lightfoot, Hans van Manen
  • Stopgap Dance Company, Grossbritannien The Enormous Room, Choreografie: Lucy Bennet
  • Take Off! Die Schweizer Tanzbachelors, Schweiz
    Take Off!*, Choreografie: Itzik Galili, Annabelle Lopez Ochoa, Fabrice Mazliah, Jasmine Morand, Michael Schumacher

Kommentar von SIDI LARBI CHERKAOUI zu seinen Erfahrungen mit STEPS

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Not only has the nationwide network of Steps allowed and encouraged me as an artist to present my work to a large-scale Swiss audience, but without its support, some of my signature works, like “Babel(words)”, “Milonga”, “Fractus V” and “Icon”, would not exist. I’ve been privileged to know Isabella Spirig, artistic director of Steps, for about 10 years. She has followed my journey as an artist and given me valuable feedback throughout many creations. Foto: Mats Baecker

Mehr Informationen zu Steps

 

Alle Programminfos https://www.steps.ch/de/programm

Beitragsfoto
Compagnie: GÖTEBORGSOPERANS DANSKOMPANI / EASTMAN
Foto: Icon © Mats Baecker

Recommendation during the summer break

Hi Ballet Lovers

Most of the ballet companies will be having a summer break in July and August. I wish all dancers a great time!

My next post will be in September after the break. Looking very much forward to the new season 16/17.

I recommend for enthusiastic ballet lovers the dance events at Edinburgh International Festival from 5. August to 29. August.

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3 Mega-Trends im zeitgenössischen Tanz

Symposium für Tanzschaffende von Migros Kulturprozent im Rahmen des Tanzfestivals STEPS am 13. April 2016

Thema: Kollisionen und Konjunktionen. Von der Zukunft früherer und den Bedingungen heutiger Aufbrüche.

Diskussion mit Isabella Spirig Quelle: Webseite steps.ch

Zum internationalen Tanzfestival STEPS kommen alle zwei Jahre ein Dutzend zeitgenössische Tanzcompagnien aus der ganzen Welt und zeigen in 90 Vorstellungen ihre besten Produktionen. Im Rahmen des Symposiums nutzten Tanzschaffende aus der Schweiz die Gelegenheit, mit den internationalen Tanzexperten über die Zukunft des Tanzes zu diskutieren.

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TOP 10 Best Contemporary Choreographers

STEPS Contemporary DANCE FESTIVAL in Switzerland is presenting famous choreographies from 7. April to 1 May 2016 over 90 events in 40 stages

When I saw the program for this Dance Festival I started to think about my TOP 10 famous contemporary Choreographers. It is difficult to say what I love most and what I have seen lately which, which is uppermost in my mind.

Sydney Dance.jpgSydney Dance Company/ Interplay

As Contemporary dance is an art, it is judged by each person in a subjective way. This means that what one person perceives as ‘the best’ might not be ‘the best’ for another one.

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STUTTGARTER BALLETT tanzt STRAWINSKY

Sendungsinformationen

Donnerstag 07.01.2016, 20:15 – 21:45 Uhr     

"Das STUTTGARTER BALLETT tanzt STRAWINSKY": Tänzerin in indischer Pose. Arme elegant vor dem Körper verschränkt. Rotes langes Kleid, roter Hintergrund

Ein Ballettabend gewidmet dem revolutionären Grandseigneur des Tanzes Igor Strawinsky. Im Fokus stehen drei Märchen choreografiert von Marco Goecke, Demis Volpi und Sidi Larbi Cherkaoui.

Mit einer Neuversion und zwei Uraufführungen vom Avantgardeballett über narratives Handlungsballett bis zur üppig ausgestatteten Tanzpoesie wird das STUTTGARTER BALLETT auch der Stiluniversalität von Strawinskys Musik gerecht. Eine beeindruckende Hommage.

Er war ein Chamäleon der Musik. In seiner Wandelbarkeit hat man ihn sogar mit Picasso verglichen. Igor Strawinsky steht als Synonym für die moderne Musik. Zunächst skandalös, aufreizend und unerhört ist seine Musik bis heute Quelle der Inspiration und Lieblingskind vieler Choreografen.

Das STUTTGARTER BALLETT widmet dem russischen Ballettanarchisten einen kompletten Abend. Auf der Bühne tanzen, explodieren, erzählen und packen Marco Goeckes “Le Chant du Rossignol” (“Der Gesang der Nachtigall”), Demis Volpis “Geschichte vom Soldaten” und Sidi Larbi Cherkaouis “Feuervogel”.

Marco Goecke löst sich in seiner Choreografie zu “Le Chant du Rossignol” am weitesten von der ursprünglichen Geschichte. Die Erzählung von dem kranken chinesischen Kaiser, der durch den Gesang der Nachtigall den Kampf mit dem Tod überlebt, ist rein auf das Vogelsymbol konzentriert. Die Assoziation Flügel schlagender, flatternder Wesen erweckt Goecke mit Bewegungen des kompletten Körpers. Seine Choreografie ist geheimnisvoll, mystisch: “Nimmt man einen aufgeregten Vogel in die Hand, spürt man das Zittrige, das Knochige, aber auch das Federleichte. Es ist eine beeindruckende Zerbrechlichkeit, gepaart mit einer Kraft, die gar unseren Traum des Fliegens noch erlaubt… Vielleicht befindet sich dieses Stück in der Luft! Denn es ist nur ein Hauch!” (Marco Goecke)

Die erste Uraufführung des Ballettabends stammt von Hauschoreograf Demis Volpi. Als Spiel im Spiel inszeniert der junge Argentinier seine Geschichte um den Soldaten, der seine Geige – und damit seine Seele – dem Teufel verkauft. Eine konkrete Bildlichkeit, die man von Naiver Kunst kennt, ist Volpis Sprache. Mit Requisiten wie Truhenschränke und Attrappen erzeugt er die Atmosphäre einer Wanderbühne. Mit dem Teufel, grandios getanzt von Alicia Amatriain, triumphiert das Dämonische. Alicia ist Siegerin des Kampfes zwischen Gut und Böse und das raffinierte Herz der Choreografie.

Der flämisch-marokkanische Ausnahmekünstler Sidi Larbi Cherkaoui wird derzeit in den Medien als einer der besten Choreografen Europas gefeiert. Mit dem “Feuervogel” kreierte er zum ersten Mal ein Stück für eine deutsche Tanzkompanie. Cherkaoui übersetzt das russische Volksmärchen in einzelne poetische Bilder. Es sind Metamorphosen, in denen der Feuervogel für Leben, Tod und Wiedergeburt steht. Lava als Metapher für die schönen und zerstörerischen Energien des Lebens, federleichte, flügelähnliche Stoffbahnen, weiße Federn in abstrakten Landschaften, ein verspiegelter Vulkan. Das ist Cherkaouis Feuervogel – elegant, außergewöhnlich, ein Fest der Sinne.

07.01.2016