Jede Zeit hat seinen Tanz

Durch alle Epochen der Tanzgeschichte

Buchrezension: Eine kurze Geschichte des TanzeS von Dagmar Ellen Fischer

Das Buch stellt einen umfassenden geschichtlichen Abriss dar, der sich mit Tanz in unterschiedlichen Kulturen weltweit auseinandersetzt. Die Autorin weist im Vorwort darauf hin, dass sie bestimmte Schwerpunkte setzen und auch unbekannte Aspekte des Tanzes vorstellen möchte.

Seit es Menschen gibt, gibt es auch Tanz. Ein Zitat des berühmten Philosophen Plato leitet das 3. Kapitel zur Antike ein: „Tanz ist die Kunst, die die Seele des Menschen am meisten bewegt.“ Plato (ca. 428 – 348 v. Chr )

Unglaublich, zu welchen Anlässen früher getanzt wurde.  Das Buch gibt Auskunft über Jagdtänze, Teufelstänze, Begräbnistänze, Waffentänze, Metzgertänzer, Schütteltänze und vieles mehr.

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Die Bühne war seine Welt!

André Doutreval – Ein Zeitzeuge der Ballettgeschichte

Buchrezension „Ein Leben für den Tanz. Die Geschichte einer Leidenschaft“

Als Ballettdirektor und Chefchoreograf am Staatstheater Kassel schrieb André Doutreval zusammen mit seiner Frau Silvia Haemmig Ballettgeschichte. Ihr damals revolutionäres Konzept, modernes Tanztheater zu inszenieren, das sich kritisch und provokativ mit gesellschaftlichen Problemen auseinandersetzt, brachte internationalen Erfolg. Themen wie Umweltzerstörung, Technisierung, Gewinnmaximierung und Sexismus wurden von ihnen schon in den 70er-Jahren choreografisch avantgardistisch umgesetzt. Ein richtungsweisendes und mutiges Konzept!

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⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Miss Saigon im Original

Das legendäre Musical erstmals in Zürich Die in Grossbritannien gefeierte Neuproduktion der englischsprachigen Originalversion durch Musical-Milliardär Cameron Mackintosh erzählt die dramatische Liebesgeschichte zwischen der jungen Vietnamesin Kim und dem amerikanischen GI Chris. Miss Saigon läuft 8 Mal pro Woche bis zum 13. Januar 2019 im Theater 11.  Beim Probenbesuch wurden die beiden Schlüsselszenen  – der berührende Abschiedssong der … Weiterlesen „⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Miss Saigon im Original“

Das legendäre Musical erstmals in Zürich

Die in Grossbritannien gefeierte Neuproduktion der englischsprachigen Originalversion durch Musical-Milliardär Cameron Mackintosh erzählt die dramatische Liebesgeschichte zwischen der jungen Vietnamesin Kim und dem amerikanischen GI Chris.

Miss Saigon läuft 8 Mal pro Woche bis zum 13. Januar 2019 im Theater 11. 

Beim Probenbesuch wurden die beiden Schlüsselszenen  – der berührende Abschiedssong der beiden Liebenden „The Last Night of the World„und die gewaltige Siegesfeier der Soldaten „Morning of the Dragon„vorgestellt.

Sensationell inszeniert ist der Start. Das Geräusch von Helikopter-Rotorblättern nähert sich der Bühne. So laut und echt als wäre der Helikopter wirklich über den Köpfen des Publikums. Dann erklingt aus dem Orchestergraben wunderschöne, sanfte Musik, die das Duett von Kim und Chris einleitet – live gespielt von 15 Musikern.

Kim und Chris „The Last Night of the World“ @Johan Persson

Die Siegesfeier zum 3. Jahrestag der Reunification besticht durch überraschende Licht- und Soundeffekte, eine packende Choreografie sowie grandiose Showeinlagen.

„Morning of the Dragon“
https://www.miss-saigon.com//media/images/Production photos/US-tour-MS-soldiers.jpg (Fotoquelle)

Die Story überwältigt und fesselt und ist  aktueller denn je. Kulturelle Unterschiede, die daraus entstehenden Missverständnisse, die Flüchtlingsproblematik und die Hoffnung auf ein besseres Leben sind wichtige Themen auch in der heutigen Zeit.

Nach der kurzen Vorstellung verraten die drei Hauptdarsteller einige Insights im persönlichen Gespräch:

Die koreanische Sängerin Sooha Kim spricht zwar nur wenig Englisch. Sie übe daher besonders die Aussprache ihrer englischsprachigen Songs. Das Stück würde nie langweilig werden, da sie immer wieder etwas Neues entdecke. Nach der Vorstellung sei sie jedes Mal emotional total ausgelaugt.

Der britische Hauptdarsteller Ashley Gilmour spricht über seine Rolle als amerikanischer GI. Viele amerikanische Soldaten hätten – genauso wie Chris im Musical – den sinnlosen, brutalen Vietnamkrieg hinterfragt. Erst durch die Liebe zu Kim bekomme das Leben von Chris einen Sinn.  Das Stück besitze auch heute noch eine ungeheure Relevanz. Besonders wichtig für unsere Gesellschaft sei es, Menschen so zu akzeptieren, wie sie sind.

Star Performer Leo Tavarro Valdez spielt die begehrte Hauptrolle des Engineers brilliant. Nach 500 Auftritten interpretiert Leo die Rolle des zwielichtigen Nachtclubbesitzers „The Engineer“ inzwischen als bestechender Charmeur, der vor nichts zurückschrecke. Im Interview kommt Leo als jovialer, lustiger Gentleman rüber.

Mein Foto von Leo Tavarro Valdez

Beeindruckende Zahlen
Bereits 35 Millionen Zuschauer in 32 Ländern haben Miss Saigon gesehen.
38 Darsteller, 15 Musiker plus ein Dirigent sowie 32 Techniker sind involviert.
70 Auszeichnung  inkl. 2 Olivier Awards, 3 Tony Awards und 4 Drama Desk Awards 
Ein 3 Tonnen schwerer,  6 Meter hoher Helikopter wird eingesetzt.
Die modernste Ton – und Bühnentechnik mit Full-Surround System, unzähligen Mikrophonen und Lautsprechern, selbst im Zuschauerraum, sowie 38 Wireless Kommunikationssysteme garantieren optimalen Sound und perfektes Licht.
Sogar die Schutzwesten und Helme sind original und wurden im Krieg verwendet. Die Strohhüte wurden in Vietnam und Thailand gefertigt.

Tickets über http://www.ticketcorner.ch

Weitere Informationen
http://www.musical.ch/misssaigon
http://www.miss-saigon.com

Beitragsbild @ Cameron Mackintosh