Wie DER SANDMANN nach Zürich kommt!

Interview mit Birgit Deharde, freischaffende Choreologin zur Schweizer Erstaufführung „DER SANDMANN“

Birgit Deharde studiert gerade am Opernhaus Zürich „DER SANDMANN“ von Christian Spuck mit dem Ballett Zürich ein. Dieses Ballett wurde am 7. April 2006 mit dem Stuttgarter Ballett uraufgeführt und von Frau Deharde in einer Partitur aufgeschrieben. Ihre Aufgabe ist es nun, den Tänzern in Zürich die Schritte der Originalchoreografie beizubringen. Die Premiere findet am 28. Mai statt.

Definition Choreologie:
Choreologie ist eine Tanznotation, bei der Tanzbewegungen in einem System von Notenlinien aufgezeichnet werden. Die Choreologie wurde von dem tschechischen Maler und Musiker Rudolf Benesh und seiner Frau Joan Benesh Ende der 1940er Jahre in England entwickelt und 1955 patentiert.

Birgit, Du warst 2006 beauftragt, die Choreografie der Uraufführung von „DER SANDMANN“ aufzuschreiben. Wie funktioniert das, ein Ballett aufzuschreiben?

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Wie kann man Tanz aufschreiben?

Wie funktioniert Tanzschrift?

Die Choreologin Birgit Deharde hat mir während eines Interviews versucht, die Tanzschrift zu erklären. Choreologie ist sehr schwierig zu verstehen und zu erlernen. Es braucht eine lange Ausbildung und viel Erfahrung. Detailtreue, Geduld, Akribie und Vorstellungsvermögen gehören zu diesem Beruf. Ohne professionelle Ballettausbildung fehlen die Grundlagen, denn die Choreologin muss wissen, wie Ballette aufgebaut sind und welche Schrittfolgen getanzt werden.

Was ist Choreologie?
Anders als in der Musik, ist Tanz eine flüchtige Kunst. Erst im 20. Jahrhundert wurden zwei unterschiedliche Tanzschriften zum schriftlichen Aufzeichen von Tänzen erfunden, wobei sich die Benesh Movement Notation durchgesetzt hat. Diese um 1940 erfundene Tanzschrift ermöglicht es, alle vom menschlichen Körper ausführbare Bewegungen festzuhalten. Tanzschrift und Tanznotation meint das gleiche.

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