Ballett Zürich begeistert in Clug’s SACRE

Sehenswerter Ballettabend PETRUSCHKA / SACRE  – von den angesagten Star-Choreographen Marco Goecke und Edward Clug am Opernhaus Zürich

Brauchen wir noch eine neue Interpretation von SACRE DU PRINTEMPS?
Ja, denn die Choreografie von Edward Clug zeigt die archaisch barbarischen Riten rund um das heidnische Frühlingsopfer besonders eindrücklich. Obwohl beinahe jeder bekannter Choreograf dieses Thema bearbeitet hat, bringt Clug’s Werk eine neue Dimension – eine halbe Tonne Wasser auf die Bühne. Fast wie beim Eiskunstlauf lassen sich die Tänzerinnen über die Bühne schleudern oder elegant durchs Wasser kreisen. Ein einmaliger Einfall!

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⭐️⭐️⭐️ Unendliche Kettenreaktionen

„tenir le temps“ Choreografie von Rachid Ouramdane am 4. Juni in der Gessnerallee Zürich im Rahmen der Festspiele Zürich

Was mir sehr gefallen hat
Die Tänzer_innen waren fantastisch. Der Tanz erinnerte mich an meinen Chemieunterricht: sich gegenseitig anziehende und abstossende Moleküle. 2-3-4 gliederige Atomketten, die sich immer wieder neu zusammensetzen. DNA, die sich auf wundersame Weise dreht! Es ist erstaunlich, wie viele verschiedene Möglichkeiten  es gibt, mit 16 Tänzer_innen unterschiedliche Gruppen und Formen zu bilden.

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Immer wieder habe ich versucht, einzelnen Tänzer_innen zu folgen, um zu sehen, wie Neues entsteht. Aber es ging alles so schnell, dass ich immer wieder den Überblick verloren habe. Hervorzuheben ist die sensationelle Stepnummer eines Tänzers, der sozusagen aus der Reihe tanzte.

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Tanzen wir bald mit Robotern?

Huang yi & KUKA zeigt einen poetischen Dialog zwischen 3 Tänzern und einem Industrieroboter beim Tanzfestival STEPS 

STEPS hat sich dieses Jahr Tanzproduktionen mit dem Thema Zukunft ausgesucht. Der Tanz mit einem Roboter ist eine Option. Warum nicht? Vor allem, da Roboter heute schon viele alltägliche Dinge übernehmen.

Huang_Yi_Huang_Yi_&_Kuka_by_Jacob_Blickenstaff_3.jpgHuang yi mit seinem selbst gebauten Industrieroboter. Quelle: Steps.ch

Das Stück ist schwer zu beschreiben und schwer zu beurteilen! Hier meine wichtigsten Eindrücke:

Die Tücken der Technik
Gleich zu Beginn der Vorstellung gibt es ein Problem mit der Technik. Jede Minute Robotertanz benötigt 10 Stunden Programmierarbeit. Da kann schon mal was schief gehen.

Der Roboter KUKA bewegt sich
Langsam und bedacht. Jede Bewegung ist im Detail geplant. Hörbar ist nur das surrrende Maschinengeräusch! Dabei führt der Tanz zu einer vorsichtigen Annäherung. Nach und nach entwickelt sich ein „bewegter und bewegender“Dialog. Der Tänzer bringt KUKA einzelne Bewegungen bei und umgekehrt.

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