Die letzte deutsche Primaballerina/ Germany’s last Prima Ballerina

⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Buch zum Bühnenabschied über Beatrice Knop – Primaballerina am Staatsballett Berlin – von Jan Stanislaw Witkiewicz

Ein Must für Ballett-Liebhaber!

Das Buch in Interviewform gibt einen hervorragenden Einblick in das Leben einer disziplinierten, willensstarken Tänzerin. Mit 10 Jahren beschloss Beatrice Knop Balletttänzerin zu werden. Das war ihr Ziel, dem sie alles unterordnete. Tanzen war für die Ostberlinerin nicht nur ein Beruf, sondern eine Berufung. Auch wenn sie jahrelang ständig nur die zweite Besetzung war, trainierte die Perfektionistin unerbittlich mit Beharrlichkeit und Ausdauer weiter. Man kann es auch Demut nennen. Bis sie dann doch den Durchbruch schaffte und sich zu einer einzigartigen Primaballerina entpuppte.

Warum ist der Buchtitel „Die letzte deutsche Primaballerina“?

Momentan scheint es keinen Nachwuchs in Deutschland zu geben, was Beatrice Knop sehr bedauert. Ihr war nicht bewusst, dass es nach ihrem Bühnenabschied keine klassische deutsche Primaballerina mehr gibt. Heutzutage verschärfen weltweite Auditions den internationalen Wettbewerb zwischen den Bewerbern.

Über den Titel des Buches wurde viel diskutiert. Sicherlich ist Beatrice Knop momentan die letzte Berliner Ballerina. Aber das kann sich auch wieder ändern.

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Kannst Du Spagat?

Diese Frage nervt Lou Spichtig, Tänzerin vom Junior Ballett Zürich

Natürlich kann sie Spagat. Und sie kann noch viel mehr. Sie trainiert täglich 8 Stunden. Denn Ballett ist ein Hochleistungsjob. Die Balletttänzer sind Top-Athleten. Sie brauchen Kraft und Körperspannung, um auf den Zehenspitzen die Balance zu halten und die gewaltigen Drehungen und Sprünge zu bewältigen. Beweglichkeit, Koordination und Ausdauer gehören selbstverständlich auch dazu. Nur durch das tägliche harte Training können die Tänzer diese körperliche Leistungsfähigkeit erreichen und halten.

lou-spichtig-ballettLou Spichtig: graziös mit eisernem Willen. (Bild: zvg) Quelle: kreuzlinger-zeitung.ch

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5 Dinge, die Sie über Ballettvorstellungen wissen sollten

1. Die Premiere ist meist nicht die beste Vorstellung!

Selbstverständlich sind Premieren bei den Zuschauern besonders beliebt. Mir gefällt es, die spezielle Atmosphäre zu geniessen, das brandneue Stück zu sehen und nachher auf der Premierenfeier die Tänzerinnen und Tänzer zu beklatschen und zu feiern.

Aber qualitati v finde ich meist die vierte oder fünfte Vorstellung besser. Dann haben sich alle Schritte und Bewegungen eingeschliffen, die Nervosität hat sich gelegt, die Tänzerinnen und Tänzer sind sicherer und können an Perfektion und Ausdruck feilen. Das Ganze wirkt souveräner und in sich runder.

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Polina Semionova Foto Staatsballett Berlin

Wenn allerdings zu viele Vorstellungen in der gleichen Besetzung getanzt werden, schleicht sich ein Gewohnheitseffekt ein. Damit meine ich, dass die Tänzerinnen und Tänzer zwar routinierter sind, aber das Feuer und die absolute Begeisterung nachlassen. Natürlich sind diese Effekte bei professionellen Companien gering.

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Degas Ballerina re-created in Valentino for 15.000 Dollars

Harper’s Bazaar just did an amazing photo-shoot with rising star Misty Copeland, the first African American Female Principal Dancer with A.B.T., channeling the famous Degas ballerinas in Designer dresses of Valentino, Roberto Cavalli and Alexander McQueen.

Misty Copeland Degas.jpgMisty Copeland in Valentino – photoshoot By Haper’s Bazaar

Why are Degas paintings still popular today?

I love the paintings of Degas, as his works transport us into the inner sanctum of the ballerina. As observers within the Paris rehearsal rooms, we see the dancers as they really are – authentic, hard working and totally focussed on their bodies and their movement. The smallest details reveal themselves within the paintings – the rustle of a skirt, the quiet word of the ballet master to correct a movement or the preparing for an arabesque.
It’s a world away from the performance stage where the dancers appear perfect and totally in control.

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Schwanensee im Original: Früher war alles anders

Schwanensee rekonstruiert von Alexei Ratmansky für das Ballett Zürich

Das Zürcher Ballett zeigt die Originalversion von Schwanensee, die der Star-Choreograf Alexei Ratmansky in mühevoller Kleinarbeit rekonstruiert hat. Schwanensee wird in der Erstfassung von Marius Petipa und Lew Iwanow aus dem Jahr 1895 aufgeführt.

Meine Empfehlung: SEHENSWERT!
Wer aber einen klassischen Schwanensee auf höchstem technischen Niveau mit Schwanenarmen und Querspagat erwartet, wird enttäuscht werden. Die Originalfassung basiert auf Gestik, die Tanzbewegungen sind reduziert, dafür gibt es wunderbare Massenszenen mit tollen Kostümen, Fantasie und Emotionen.

IMG_6723.jpgFoto von Gregory Batardon

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11 Things You Should Stop Saying To Dancers

Dancers hear a lot of annoying things on a regular basis. Sometimes it gets hard to just grin and bear it without offering a sassy response. Just in case you know a dancer, here are 11 things we are sick of hearing (so stop saying them).

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Wer tanzt die Giselle? Welche Primaballerina?

Meine erste Frage ist immer „Wer tanzt die Hauptrolle?“, bevor ich Tickets für eine Ballettaufführung kaufe. Ich habe meine persönlichen Vorlieben, bin aber immer offen für vielversprechende Neuentdeckungen. Am Beispiel des Klassikers Giselle möchte ich bestimmte Besetzungen diskutieren.

Youtube Beitrag über Polina Semionova vom Staatsballett Berlin

Polina Semionova tanzt als Gaststar am 22.1.2016 die Hauptrolle in Giselle am Opernhaus Zürich. Weiterlesen „Wer tanzt die Giselle? Welche Primaballerina?“