KREATIONEN by Junior Ballet Zurich đŸŒŸđŸŒŸđŸŒŸđŸŒŸđŸŒŸ

Der tÀnzerische Nachwuchs zeigt sein Können

Sehenswerte Wiederaufnahme des Dreiteilers KREATIONEN am 8. und 21. MĂ€rz 2020 am Opernhaus in ZĂŒrich. Die drei Werke von drei verschiedenen Choreografen wurden 2018 im Theater Winterthur uraufgefĂŒhrt und im Mai 2019 auf der OpernhausbĂŒhne in ZĂŒrich gebracht. Moderne Choreografien, begabte TĂ€nzer*innen, grossartig prĂ€sentiert! Ein Must fĂŒr Ballettfans!

Die drei Choreografien von Louis Stiens, Goyo Montero und Filipe Portugal fordern den Junioren viel ab. Jedes StĂŒck hat ein eigenes Bewegungsvokabular, einen eigenen Tanzstil sowie seine spezielle AtmosphĂ€re. Die BĂŒhnenbilder und KostĂŒme wirken eher dunkel, dĂŒster und kĂŒhl. Die Musik hingegen ist bildet einen starken Kontrast – modern, kraftvoll und „den Tanz mittragend“. Die zeitgemĂ€ssen StĂŒcke haben eigentlich keine Handlung.

Filipe Portugal, bekannt als aktiver SolotĂ€nzer am Opernhaus, schuf in ECHOS OF ELEMENTS ein mitreissendes, bewegendes StĂŒck rund um die Elemente – Feuer, Wasser, Erde und Luft. Die TĂ€nzer werden dabei nach ihren Sternzeichen besetzt. Die herrlichen KostĂŒme wurden von Christopher John Parker, einem weiteren TĂ€nzer am Opernhaus, entworfen. Ein wunderbares Beispiel, wie kreativer Nachwuchs gefördert wird.

Ballett ZĂŒrich - KREATIONEN - Junior Ballett - 2018/19

Louis Stiens „WOUNDED“ hat mich sehr beeindruckt. Der innovative Musikmix „Malibu“ lĂ€sst vielfĂ€ltige, traumhaft schöne Gruppenszenen entstehen, die unerwartet aufbrechen und sich vollkommen verwandeln.

Ballett ZĂŒrich - KREATIONEN - Junior Ballett - 2018/19
Ballett ZĂŒrich – KREATIONEN – Junior Ballett – 2018/19 (c) Gregory Batardon

SUBMERGE von Goyo Montero lĂ€sst uns in die Stille und Schwerelosigkeit der Tiefsee eintauchen. Zur kraftvollen Musik von Owen Belton liess sich Montero durch die NachwuchstĂ€nzer inspirieren. Im September wurde Monteros Compagnie mit dem „Tanzpreis AKTUELL fĂŒr eine herausragende Entwicklung im Tanz“ des Deutschen Tanzpreises geehrt.

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Das Junior Ballet hat mich begeistert und sehr erstaunt. Was fĂŒr ein grosser Vertrauen die drei Choreografen und auch Ballettdirektor Christian Spuck in die 12 TĂ€nzer gesetzt haben. Es kommt nicht oft vor, dass eine junge, noch unerfahrene Balletttruppe eine derartige Chance erhĂ€lt, 3 UrauffĂŒhrungen prĂ€sentieren zu dĂŒrfen.

Jetzt bin ich gespannt, wie sich die jungen KĂŒnstlerpersönlichkeiten weiter entwickeln werden. Wir werden sie hoffentlich in vielen VorfĂŒhrungen des Balletts ZĂŒrich wiedersehen, wahrscheinlich eher in kleinen Nebenrollen, mit etwas GlĂŒck auch mal in einer Solo-Partie.

Ich wĂŒnsche allen eine wunderbare Zeit beim Ballet ZĂŒrich, in der sie viel BĂŒhnenerfahrung sammeln werden und sich zu einzigartigen Ballerinen und TĂ€nzern reifen können.

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Nach 4 Vorstellungen in Winterthur im Oktober 2018, wird KREATIONEN in gleicher Besetzung im Mai 2019 am Opernhaus ZĂŒrich aufgefĂŒhrt. Danach gehts nach London am 18. und 19. Juni 2019 an das Young Talent Festival des Royal Opera House, das das ZĂŒrcher Junior Ballett im neuen Linbury Theater eröffnen wird. Eine besonders grosse WertschĂ€tzung fĂŒr den Nachwuchs!

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Mehr Infos zum Junior Ballet und den Choreografen – Quelle Website

Kreationen – Ballett – Opernhaus ZĂŒrichhttps://www.opernhaus.ch/spielplan/kalendarium/juniorballett/

Junior Ballett
Seit seiner GrĂŒndung im Jahre 2001 hat sich das Junior Ballett neben dem Internationalen Opernstudio und der Orchester-Akademie als dritte am Opernhaus ZĂŒrich existierende Form der kĂŒnstlerischen Nachwuchsförderung etabliert. Junge TĂ€nzer aus aller Welt erhalten hier die Möglichkeit des betreuten Übergangs vom Ende ihrer Ballettausbildung bis zum Eintritt ins volle Berufsleben. Im Rahmen eines nicht lĂ€nger als zwei Jahre wĂ€hrenden Engagements trainieren sie gemeinsam mit den Mitgliedern des Balletts ZĂŒrich, tanzen mit ihnen in ausgewĂ€hlten Vorstellungen des Repertoires und sammeln so die fĂŒr eine TĂ€nzerlaufbahn notwendige BĂŒhnenerfahrung. Das Junior Ballett prĂ€sentiert in dieser Saison KREATIONEN Choreografien von Louis Stiens, Goyo Montero und Filipe Portugal.

Filipe Portugal
Filipe Portugal studierte in Lissabon und wurde nach einem ersten Engagement beim Portugiesischen Nationalballett 2002 ans Ballett ZĂŒrich engagiert. Hier tanzte er Solopartien in vielen Choreografien von Heinz Spoerli (u. a. Cinderella, Der Nussknacker, Schwa­nensee, Don Quixote, CoppĂ©lia, Giselle und Ein Sommernachtstraum). Von 2009 bis 2011 war er Principal Dancer beim Portugiesischen Nationalballett. Seit 2011 ist er wieder Mitglied des Balletts ZĂŒrich und war hier in Hauptrollen zahlreicher Ballette von Christian Spuck zu sehen, so als Pater Lorenzo in Romeo und Julia, König Peter in Leonce und Lena, als Doktor in Woyzeck, Karenin in Anna Karenina und Spalanzani in Der Sand­mann. Ausserdem trat er in Choreografien von Mats Ek, Jiƙí KyliĂĄn, Hans van Manen, William Forsythe, Douglas Lee und Martin SchlĂ€pfer auf. Parallel zu seiner TĂ€nzerkarriere arbeitet Filipe Portugal erfolgreich als Choreograf. Zu seinen jĂŒngsten Arbeiten fĂŒr das Ballett ZĂŒrich gehören Dialogos zur Musik des Schweizer Jazzmusikers Nik BĂ€rtsch und disTANZ. Ausserdem choreografiert er fĂŒr das Charlotte Ballet (USA) und die Stuttgarter Noverre-Gesellschaft. 2014 wurde Filipe Portugal mit dem «Tanzpreis der Freunde des Balletts ZĂŒrich» ausgezeichnet.

Louis Stiens
Louis Stiens stammt aus MĂŒnchen. Seine Tanzausbildung absolvierte er an der Heinz-Bosl-Stiftung sowie an der John Cranko Schule Stuttgart. Seit 2011 ist er Mitglied des Stuttgarter Balletts, dort wurde er zur Saison 2015/2016 zum Halbsolisten befördert. Er trat in einer Vielzahl von klassischen, neoklassischen und zeitgenössischen StĂŒcken auf. Choreografen wie Marco Goecke, Demis Volpi und Edward Clug schufen Rollen fĂŒr ihn. Louis Stiens hat auch als Choreograf bereits eine beachtliche Wegstrecke hinter sich gebracht. Sein erster Pas de deux Ohne Titel entstand im Rahmen eines Workshops bei der Heinz-Bosl-Stiftung. Mit dem Solo MĂ€use (2010) bei der Stuttgarter Noverre Gesellschaft gewann er den 1. Preis beim beo – Wettbewerb Berufliche Schulen. Es folgten mehrere Choreografien fĂŒr den Junge Choreografen-Abend der Noverre Gesellschaft. Auch fĂŒr den Porsche Tennis Grand Prix kreierte Stiens drei StĂŒcke, die in der Porsche-Arena uraufgefĂŒhrt wurden. 2012 entstand als Koproduktion vom Schauspiel Stuttgart und dem Stuttgarter Ballett die UrauffĂŒhrung Dancer in the Dark, fĂŒr die Stiens zusammen mit Marco Goecke die Choreografie schuf. FĂŒr das Stuttgarter Ballett entstanden die Choreografien Rausch (2014) und Qi (2017). Mit seinen Choreografien bewegt sich Stiens auch abseits klassischer BĂŒhnenrĂ€ume. In Slam (2013) zum Beispiel, das im Projektraum LOTTE gezeigt wurde, konnte das Publikum die Ein-Mann-Performance vom BĂŒrgersteig aus durch die Schaufenster beobachten. Im Treffpunkt RotebĂŒhlplatz Stuttgart erforschte Stiens 2013 mit en mouvement in Kooperation mit dem Komponisten Oliver Frick und dem Ensemble corss.art das Zusammenspiel von Tanz und KlĂ€ngen. Mit seinen elektronisch erfassten Bewegungen nahm Stiens live Einfluss auf die Musik. FĂŒr den TĂ€nzer Adam Russell-Jones.

Autor: ballettlovers

I danced ballet as child, albeit with little success. Despite this, my passion for ballet and dance has carried into adulthood. I still love to watch ballet performances and would love to share my passion with you.

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