Eine Gala für die Herzen

Polina & Friends an der Staatsoper unter den Linden

Ballett-Gala der Primaballerina assoluta Polina Semionova

Die Berliner Ballettfans liegen der international gefeierten Primaballerina zu Füssen. Polinas Ballett-Gala war schnell ausverkauft – obwohl weder Programm noch Gaststars vorab angekündigt wurden.

Schon als Polina die Begrüssungsworte spricht, gerät das Publikum in Begeisterung. Schönheit und Vielfalt wählte Polina als Motto ihrer Gala.

Gleich in vier, total verschiedenen Stücken beweist Polina ihre Virtuosität und künstlerische Ausdruckskraft

  • In LE CORSAIRE präsentiert sie sich als Primaballertina assoluta, technisch perfekt mit 32 Fouettes (Drehungen),  brilliant und bravorös.
  • In dem berühmten Schlafzimmer-Pas de Deux in MANON  lassen Polina und Friedemann Vogel die Luft prickeln – Leidenschaft und Erotik pur.
Staatsballett Berlin Polina & Friends Polina Semionova and Friedemann Vogel II photo by Yan Revazov.jpg© Yan Revazov
  • Im instrumentalen Stück WITHOUT WORD brillierte Polina mit Ivan Zaytsev – in einfachen Trikots im recht dunklen Bühnenbild. Hier überzeugte sie die Zuschauer, dass sie auch ausgezeichnet modern tanzen kann.
Staatsballett Berlin Polina & Friends Polina Semionova and Ivan Zaytsev photo by Yan Revazov.jpg© Yan Revazov
  • Barfuss, wild und mit offenener Haarmähne tanzt sie sich mit Ivan im letzten Stück CANTATA buchstäblich „die Seele aus dem Leib“.

Besonders begeistert war ich von den Solos der internationalen Stars Friedemann Vogel und Maria Kochetkova sowie vom Pas de Deux vom Bruder Polinas Dimitry Semionov und der Solistin vom Staatsballett Ksenia Ovsyanick. Auch die Schülerinnen und Schüler der Ballettschule zogen mich mit ihrer Interpetation von ALL LONG DEM DAY in den Bann.

Und zum Schluss kommt eine ganz besondere Überraschung. Polina tanzt noch einmal Herbert Grönemeyers Demo (Letzter Tag) – das Stück, das sie 2003 weltweit bekannt machte.

Das Publikum würdigt die fantastische Leistung aller Artisten mit stehenden Ovationen und frenetischem Applaus. Eine rundum gelungene Gala mit einer überaus strahlenden Polina!

Das Programm der Gala
CANTATA Duett – Choreography: Mauro Bigonzetti | Musik: Gruppo “Assurd”
LE CORSAIRE Pas de deux – Choreography: after Marius Petipa | Music: Riccardo Drig
DEGUNIO Solo – Choreography: Marcos Morau
SLEEPING BEAUTY Pas de deux – Choreography: after Marius Petipa
ELEGIE from SWANLAKE Pas de deux – Choreography: Xin Peng Wang
INTIMATE DISTANCE Duett – Choreography und sets: Jiří Bubeniček
GISELLE Pas de deux – Choreography: after Jules Perrot | Music: Adolphe Adam
L’HISTOIRE DE MANON Pas de deux „Schlafzimmer“ – Choreography: Kenneth MacMillan
MOPEY Solo – Choreography: Marco Goecke
WITHOUT WORDS Duett „Du bist die Ruh“  – Choreography: Nacho Duato
ALL LONG DEM DAY – Choreography: Marco Goecke

Solisten
CANTATA Duett: Ivan Zaytsev a.G.
CANTATA Duett: Polina Semionova
LE CORSAIRE Pas de deux : Polina Semionova
LE CORSAIRE Pas de deux : Daniel Camargo (Dutch National Ballet)
DEGUNIO Solo : Maria Kochetkova (San Francisco Ballet)
DORNRÖSCHEN Pas de deux : Maria Kochetkova (San Francisco Ballet)
DORNRÖSCHEN Pas de deux : Carlo Di Lanno (San Francisco Ballet)
ELEGIE aus SCHWANENSEE Pas de deux: Svetlana Gileva (Dresden Semperoper Ballett)
ELEGIE aus SCHWANENSEE Pas de deux: Dmitry Semionov
INTIMATE DISTANCE Duett : Ksenia Ovsyanick
INTIMATE DISTANCE Duett : Dmitry Semionov
GISELLE Pas de deux : Danielle Muir
GISELLE Pas de deux : Konstantin Lorenz
L’HISTOIRE DE MANON Pas de deux „Schlafzimmer“: Polina Semionova
L’HISTOIRE DE MANON Pas de deux „Schlafzimmer“: Friedemann Vogel
MOPEY Solo : Friedemann Vogel
WITHOUT WORDS Duett „Du bist die Ruh“ : Polina Semionova
WITHOUT WORDS Duett „Du bist die Ruh“ : Ivan Zaytsev a.G.
ALL LONG DEM DAY : Schülerinnen und Schüler der Staatlichen Ballettschule Berlin

Biografie von Polina Semionova

PRINCIPAL GUEST des Staatsballett BerlinSemionova_p_300_Foto_Nawrath.jpg

Geboren in Moskau erhielt Polina Semionova ihre Ballettausbildung an der Bolschoi Ballettschule und wurde direkt nach ihrem Abschluss im Alter von 17 Jahren als Erste Solotänzerin an das Bal­lett der Staatsoper Unter den Linden verpflichtet. Sie war Principal Dancer beim American Ballet Theatre, Principal Guest beim Mikhailovsky Theater St. Petersburg und beim Bayerischen Staatsballett München.

Polina Semionova tanzt nahezu alle großen Partien des klassischen Balletts: Odette-Odile („Schwa­nensee“), Nikia („La Bayadère“), Marie („Der Nussknacker“), Prinzessin Aurora („Dornröschen“), Swanilda („Coppélia“), Kitri („Don Quixote“), Giselle und Myrtha („Giselle“), Tatjana (John Crankos „Onegin“), Sieglinde und Brünnhilde (Maurice Béjarts „Ring um den Ring“), „Manon“ (Titelrolle), Julia (in Kenneth MacMillans, Leonid Lawrowskis sowie Nacho Duatos Versionen von „Romeo und Julia“), Michail Fokins „Scheherazade“ und „Les Sylphides“, die Titelrollen in Vladimir Malakhovs „Cinderella“, in Roland Petits „Carmen“ oder Frederick Ashtons „Sylvia“.

Zu ihrem neoklassischen Repertoire zählen Jerome Robbins‘ „Afternoon of a Faun“, George Ba­lanchines „Ballet Imperial“, „Apollon musagète” (Terpsichore), „A Midsummer Night’s Dream”, „Tschaikowsky-Pas-de-deux”, „Diamonds”, „Theme and Variations”und „Symphony in C”. Des weiteren interpretierte sie William Forsythes „The Vertiginous Thrill of Exactitude” und „Herman Schmerman”, John Neumeiers „Nussknacker” und „Ein Sommernachtstraum“ sowie Jiří Kyliáns “Rückkehr in ein fremdes Land” und Antony Tudors „The Leaves are fading“. Choreographen wie Nacho Duato, Mauro Bigonzetti, Patrice Bart, Renato Zanella, Uwe Scholz, Alexei Ratmansky, Giorgio Madia, Twyla Tharp und Christian Spuck arbeiteten mit ihr und kreierten Rollen für sie.

Einladungen führten Polina Semionova an die Mailänder Scala, zum American Ballet Theatre, zum Bayerischen Staatsballett, ans Mikhailovsky Theater St. Petersburg, zum Dresden Semperoper Ballett, zum English National Ballet, Tokyo Ballet, Ballett der Wiener Staatsoper, Zürich Ballett, Ballett des Mariinsky Theaters St. Petersburg, Bolschoi Ballett Moskau, Stuttgarter Ballett und zum Ballett der Opera di Roma.

Die Würdigung ihrer Arbeit findet Ausdruck in zahlreichen Auszeichnungen: Verliehen wurden ihr 2001 die Goldmedaille beim Internationalen Ballettwettbewerb in Moskau, 2002 der Erste Preis des Waganowa-Ballettwettbewerbs St. Petersburg sowie der Juniorpreis des Internationalen Ballettwettbewerbs Nagoya Japan. 2004 wurde sie mit dem Berliner Publikumspreis „Daphne“ geehrt, 2005 mit dem Deutschen Kritikerpreis und dem Deutschen Tanzpreis Zukunft. 2007 wurde sie vom deutschen Ballettmagazin „tanz“ zur „Tänzerin des Jahres“ gekürt und erhielt 2008 den „Heinz Spoerli Preis“. 2014 wurde ihr der derzeit wohl wichtigste Preis der Ballettwelt, der „Benois de la danse“, verliehen. Im April 2017 wurde sieschließlich vom Berliner Senat als „Berliner Kammertänzerin“ ausgezeichnet.

Parallel zu ihrer Bühnenkarriere ist Polina Semionova an der Staatlichen Ballettschule Berlin tätig, wo sie 2013 zur jüngsten Honorarprofessorin berufen wurde.

Danke dem Staatsballett Berlin für alle Fotos

 

Autor: ballettlovers

I danced ballet as child, albeit with little success. Despite this, my passion for ballet and dance has carried into adulthood. I still love to watch ballet performances and would love to share my passion with you.

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